Sonnengrüße

Hallo, wie schön, dass du hier bist! 

Der Sonnengruß ist ein großer Bestandteil des modernen Yogas und wird in den meisten Yoga Klassen entweder in seiner klassischen oder in einer abgewandelten Form geübt. In den alten Yoga Schriften wird er Surya Namaskar genannt, was bedeutet: die Sonne grüßen. Ich möchte dir heute den klassischen Sonnengruß Schritt für Schritt  zeigen und dir alle seine positiven Effekte vorstellen. Außerdem werde ich dir erklären, wie und warum ich den Sonnengruß teilweise anders unterrichte.

Der klassische Sonnengruß Schritt für Schritt

Tadasana (Bergpose, Stand am Anfang der Matte)

Urdhva Vrikshasana (Heraufschauender Baum, Arme ziehen nach oben im Stand)

Uttanasana (Vorbeuge im Stehen)

Ardha Uttanasana  (halbe Vorbeuge im Stehen)

Chaturanga Dandasana (Viergliedriger Stab, Brett Position)

Bhujangasana (Kobra, Rückbeuge im Liegen)

Adho Mukha Svanasana (Herabschauender Hund)

Ardha Uttanasana  (halbe Vorbeuge im Stehen)

Uttanasana (Vorbeuge im Stehen)

Urdhva Vrikshasana (Heraufschauender Bau, Arme ziehen nach oben im Stand)

Tadasana  (Bergpose, Stand am Anfang der Matte)

Was tut der Sonnengruß für dich?

  • aktiviert das Herz-Kreislaufsystem durch die fließende und recht schnelle Bewegung
  • verbessert den Stoffwechsel und die Verdauung durch die Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems und die Massage des Darmes 
  • kräftigt besonders den Oberkörper
  • dehnt und mobilisiert besonders die Beine
  • beeinflusst das Nervensystem durch die Streckung der Arme und die Dehnung der gesamten Rückseite. Das wiederum führt zur Entspannung, Produktion von Glückshormonen und Reduzierung von Stress

Wenn du schon länger mit mir übst, dann weißt du, dass ich den Sonnengruß sehr oft abwandel. In meiner letzten Yoga Ausbildung bei Patrick Beach und Carling Nicole, habe ich gelernt das klassische Yoga so anzupassen, dass auch der durchschnittliche Körper von heute sich in den Bewegungen wohl fühlt. Generell lasse ich die Füße immer etwas weiter auseinander und lasse beim nach vorne setzen der Füße nicht innen sondern außen neben die Hände stellen. Das hat den einfachen Grund, dass die Beweglichkeit für das nach innen Setzen der Füße meist nicht gegeben ist und die Bewegung dann umgangen wird, indem eine Hand hochgehoben wird oder der Fuß über außen rangeholt wird. Außerdem gehe ich gerne über die tiefe Kniebeuge in den Stand, da somit mehr Aktivität in den Beinen und dem Gesäß entsteht, diese wird in der klassischen Version vernachlässigt, ist aber sehr wichtig, um den Körper in Balance zu bringen. Generell gibt es kein richtig oder falsch im Sonnengruß. Die Frage die man sich immer stellen sollte ist: warum mache ich den Sonnengruß so wie ich es tue. Denn nur weil eine Tradition schon besonders alt ist, heißt es nicht, dass sie für jeden Menschen passt.

Falls ich dich in Sachen Mantras vor zwei Wochen anstecken konnte, dann gibt es hier das Mantra zum Sonnengruß, welches klassisch beim Üben des Sonnengrußes gesungen bzw gehört wird.

Om Mitraya Namaha: Ich verneige mich vor dem Göttlichen in der Sonne, das liebevoll zu allen ist.

Om Ravaye Namaha: Ich verneige mich vor Ihm, der die Ursache allen Wandels ist.

Om Suryaya Namaha: Verehrung jenem, der Aktivität herbeiführt.

Om Bhanave Namaha: Gruß an Ihn, der Licht verbreitet.

Om Khagaya Namaha: In Demut gebeugt vor Ihm, der sich im Himmel (über den Wolken) bewegt.

Om Pushne Namaha: Verehrung Ihm, der alle nährt.

Om Hiryanyagarbhaya Namaha: In Demut gebeugt vor Ihm, der allen Wohlstand enthält.

Om Marichaye Namaha: Verehrung Ihm, der Strahlen besitzt.

Om Adityaya Namaha: Ich verneige mich vor Ihm, der der Sohn von Aditi ist.

Om Savitre Namaha: Verehrung Ihm, der verehrungswürdig ist.

Om Arkaya Namaha: In Demut gebeugt vor ihm, der alles von Neuem erschafft.

Om Bhaskaraya Namaha: In Demut gebeugt vor Ihm, der die Ursache des Leuchtens ist.

Ich schicke dir warme und sonnige Grüße

Namaste 

Deine Gül

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