Meine Gedanken hinter 60 Minuten Yoga

Es ist nicht immer leicht, sich wirklich eine Stunde Zeit für sich frei zu räumen. Wenn du es dann tatsächlich tust, solltest du so viel wie möglich aus den 60 Min mitnehmen. Deswegen habe ich für dich diese sehr ausgeglichene Stunde entwickelt.

Ich möchte dir hier einmal erklären, was gedanklich für mich hinter einer Yoga Stunde steht.

Wir beginnen im Liegen mit der Aktivierung der Beine und des Gesäßes. Da wir viel zu viel sitzen, ist unser Allerwertester auf Grund von mangelnder Beanspruchung und Durchblutung es nicht mehr gewohnt so richtig aktiviert zu werden. Im Yoga äußert sich das häufig mit Kompensation. Wir kommen zwar in die Positionen, aktivieren aber nicht die entsprechende Muskulatur. Mit der Bauchmuskulatur verhält es sich ähnlich. Durch Fehlhaltungen und mangelnde Beanspruchung verkümmert die Bauchmuskulatur und aktiviert sich nicht mehr automatisch. Deswegen werden wir die Stunde damit beginnen, dass wir in Rückenlage lernen, diese Muskulatur zu aktivieren.

Dann geht es weiter in den Vierfußstand. Das Nervensystem wird aufgeweckt und die Wirbelsäule mit der Katze und Kuh mobilisiert.

Dann wird es fließend für das Herzkreislauf System. Die Sonnengrüße lassen dich voll auf der Matte ankommen, da du nicht viel Zeit hast zwischen den Positionen, um an etwas anderes zu denken.

Die Krieger Serie ist anhaltend und ausdauernd. Sie lässt deine Muskulatur statisch arbeiten und  fordert unser Durchhaltevermögen heraus. Es ist der kraftvolle Höhepunkt der Stunde.

Daraufhin wird es wieder etwas langsamer und wohltuender – kreisende Bewegungen, sanfte Dehnungen, erdende Positionen. Wir kommen der Erde immer näher und kommen irgendwann in der Bauchlage an. Es folgen Rückbeugen, welche einen belebenden und kräftigenden Effekt auf die gesamte Körperrückseite haben. Hier möchte ich noch einmal das Feuer in dir entflammen, bevor es in die Ruhe geht.

Die tiefe Hocke symbolisiert das nach unten kommen. Vom Stand auf die Matte. Sie hat außerdem sehr viele positive Effekte auf deine Organe und deinen Bewegungsapparat.

Von hier geht es dann in die Rückenlage und es werden ausgleichende Mobilisationen geübt. Das Ende bildet wie immer Savasana.

Ich freue mich auf dich auf deiner Matte!

Namaste

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