Gesunde Gewohnheit - Meditation

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Charles Reade (1814-1884) geht möglicherweise auf ein chinesisches Sprichwort zurück 

Dieses Gedicht wurde mir vor vielen Jahren mal in einer Yogastunde vorgelesen. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen, denn ich finde es so wahr.

Alles beginnt bei unseren Gedanken, sie bestimmen unser Leben. 

Ein Weg an unseren Gedanken zu arbeiten ist Meditation. Wenn man sich die alten Schriften des Yogas durchliest, dann führen alle Wege in irgendeiner Form hin zu Meditation. Wir üben die Asanas (Yoga Positionen), um den Körper zu stärken, um Atem und Bewegung zu verbinden und um dann irgendwann besonders lange in einem Sitz meditieren zu können. Meditation ist das zentrale Ziel und Mittel im Yoga. 

Es gibt zahlreiche Studien dazu, was Meditation schon nach einigen Stunden bewirkt, ganz zu schweigen davon, was es bewirkt, wenn wir es regelmäßig üben: Stressreduktion, innere Ruhe, Ausgeglichenheit, Blutdruckregulation, senken des Cholesterinspiegels, lindern chronischer Schmerzen… Die Liste ist lang.

Aber was bedeutet Meditation? 

Meditation ist das Konzentrieren auf eine Sache. Diese Sache kann z.B. deine Atmung sein, dein Herzschlag, ein Kerzenlicht, deine Nasenspitze, die innere Sonne oder Ähnliches. Es ist nicht wichtig, worauf du dich konzentrierst, sondern es ist wichtig, dass es nur eine Sache ist. Da die Atmung regelmäßig ist und immer da ist, ist es meist ein guter Fokus, um in die Meditation einzusteigen.

Es geht auch nicht darum, nichts zu denken oder keine Gedanken zu haben, Vielmehr geht es darum sich mit seinen Gedanken wohl zu fühlen und sie kommen und dann auch wieder gehen zu lassen. Denn du bist nicht deine Gedanken, du bist nur die, die die Gedanken hört. 

Versuche eine Woche lang jeden Tag die 10 oder 15 Minuten Meditation, die ich für dich aufgenommen habe, zu üben. Schreibe dir dazu jedes mal auf, wie du dich vor und nach der Meditation fühlst und reflektiere am Ende der Woche, was es mit dir gemacht hat.

Eine kleine Anekdote meinerseits: Ich habe zu meinem 30. Geburtstag von meinem etwas technischer veranlagten Mann eine Uhr Geschenkt bekommen, die meine Herzfrequenz und meine Schlafqualität misst. Das Ergebnis war eher deprimierend, nicht zuletzt, weil ich ein kleines Baby habe. Ungefähr zwei Wochen nach meinem Geburtstag habe ich begonnen wieder regelmäßig zu meditieren. Am Tag nach der ersten Meditation habe ich die erste tatsächlich positive Nachricht meiner Gesundheit App erhalten: “Herzlichen Glückwunsch Gül! In der letzten Nacht hat sich deine Herzfrequenz durchschnittlich um 10 Schläge pro Minute gesenkt und deine Schlafqualität ist um 20% verbessert.”. Was auch immer das bedeutet – die Uhr hat sich gelohnt, denn seitdem meditiere ich wieder jeden Tag! 

Gönne dir gesunde Gewohnheiten.

Namaste 

Deine Gül

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